Haarpflege natürlich und gesund mit Haarseifen

Mit Haarseifen Haare natürlich und gesund pflegen

Die Seifenherstellung geht bereits bis zu den Sumerern zurück, die sie allerdings als Wundheilungsmittel verwendeten. Erst die Römer entdeckten die reinigende Wirkung von Seife aus Ölen, Ziegentalk und Holzasche. Laut dem altem Testament bei Jesaja sei bei den Germanen eine weiche Seifensorte in Gebrauch.  Seit dem Mittelalter ist die Körper- und Haarreinigung mit wohlriechenden Seifen ungebrochen.

Und bis heute erfreut sich Seife großer Beliebtheit neben Duschgels, Duschbädern und Haarshampoos. Umso erstaunlicher ist eine Renaissance der Haarseifen auf rein natürlicher Basis. Haarseifen sind ideal für unterwegs, können nicht auslaufen wie Shampooflaschen und verursachen weniger Müll als Konkurrenzprodukte. Darüber hinaus sind sie sehr sparsam im Verbrauch. Den Unterschied des Effektes beim Waschen mit Haarseife im Vergleich zu herkömmlichen Shampoos wird zumeist direkt bei der ersten Anwendung klar. So kann man diese beispielsweise direkt am Kopf verreiben, was eine große Menge Schaum als Resultat wirkt. Diesen einmal ins Haar eingearbeitet, birgt sich beim Auswaschen ein gänzlich neues Haargefühl. Werden Haare von den Inhaltsstoffen herkömmlicher Shampoos zumeist nur ummantelt, öffnen Haarseifen die Haarstruktur und sorgen so für eine Tiefenreinigung. Das hat aber zur Folge, dass die Haarstruktur geöffnet wird, was zunächst zu einem raueren Gefühl der Haare führt – um die Haarstruktur wieder zu schließen, bietet es sich an, eine saure Rinse zu nutzen. Diese wird durch einen Esslöffel Essig (beispielsweise naturtrüber Apfelessig) und einen Liter Wasser hergestellt – aber keine Angst! Der Geruch des Essigs verfliegt nach der Wäsche. Generell müssen die Haare mit Haarseife immer zweimal gewaschen werden. Diese Prozedur braucht Muse und etwas Ausdauer, aber der zeitliche Mehraufwand lohnt auf jeden Fall. Ihr Haar dankt es Ihnen bereits nach der ersten Wäsche durch einen gesunden Glanz und ein griffiges Haargefühl.

In der Haarseife selbst fehlen das ätzende Sodium Laureth Sulfat sowie Zuckertenside, die das Haar angreifen und austrocknen können. Für handgesiedete Seifen werden beste natürliche Öle verwendet, die dem Haar weder Feuchtigkeit entziehen, was bei konventionellen Shampoos durch den Alkohol der Fall ist, noch die Haarstruktur von innen zerstören, was bei Silikonhaltigen Shampoos auf lange Sicht der Fall ist. Die schonende Haarwäsche mit Haarseife ist neben diesen Vorzügen aber nicht nur ergiebig und gesünder, sondern auch wesentlich praktischer. Viele Anwenderinnen brauchen nach einer gewissen Eingewöhnungszeit, die von Person zu Person unterschiedlich ausfällt, maximal einmal die Woche ihre Haare waschen, was sich wiederrum positiv auf die Haarstruktur und Kopfhaut auswirkt.

Haarpflege natürlich und gesund mit Haarseifen
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Wichtig bei der Wahl der Haarseife ist Ihre Haarstruktur. Bei glattem, feinen Haar darf es nicht überfetten und so empfehlen sich Mandel und Kokosöl, die als leichte Öle gelten. Bei einer empfindlichen Kopfhaut eignen sich besonders Haarseifen, die mit Auszügen der mineralstoffreichen Salzalge angereichert sind – diese pflegen Kopfhaut und Haar sanft und sorgen darüber hinaus für einen herrlichen frischen Meerduft.

Für feines Haar empfiehlt sich eine Haarseife mit Traubenkernöl, wobei sich für leicht fettendes Haar Haarseifen mit Distelöl bewährt haben. Bei sprödem und angegriffenem Haar sowie bei einer angegriffenen Kopfhaut, beispielsweise durch Neurodermitis, sind Seifen mit getrockneter Brennnessel hilfreich.

Der seidige Glanz Ihres Haares wird durch ätherische Öle, Tonerde, Macadamiaöl und Seidenprotein hergestellt. Die pflegenden Formeln lassen die Haarstruktur erstrahlen, voluminöser und gesünder wirken. Achten Sie beim Kauf auf hochwertige Haarseifen, wie Handgesiedete und machen Sie auch Ihren Freunden und engen Bekannten damit eine gesunde und duftende Freude frei von jeglichen Allergenen.